Pisco ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung für einen südamerikanischen Traubenbrand aus Peru und Chile. Während beide Länder den Namen beanspruchen, unterscheiden sie sich stark in ihren strengen Herstellungsregeln. Der Prozess beginnt mit der Vergärung von frischem Traubenmost zu Wein, der anschliessend destilliert wird. Peru folgt extrem strengen Regeln der Denominación de Origen. Pisco wird nur einmal in Kupferbrennblasen destilliert und darf danach weder mit Wasser verdünnt noch durch Holzfasslagerung verändert werden. Er muss mindestens drei Monate in neutralen Behältern (Glas oder Edelstahl) ruhen. Chile erlaubt mehrfache Destillation, die Zugabe von Wasser zur Verdünnung auf Trinkstärke und häufig die Lagerung in Eichenholzfässern, was dem chilenischen Pisco oft eine gelbliche Farbe und Vanillenoten verleiht. In Peru wird Pisco nach der Art der verwendeten Trauben und der Gärung unterteilt:  Puro: Sortenreiner Pisco aus nur einer Traubensorte. Acholado: Ein Blend aus verschiedenen Traubensorten oder deren Destillaten. Mosto Verde: Eine Besonderheit, bei der der Gärprozess vorzeitig gestoppt wird, sodass noch Restzucker im Most enthalten ist. Dies führt zu einem besonders samtigen und aromatischen Destillat. Man unterscheidet in Peru zwischen acht zugelassenen Sorten, die in zwei Gruppen unterteilt werden: Nicht-aromatische Sorten liefern Struktur und Körper (z. B. Quebranta – die wichtigste Sorte, Negra Criolla, Mollar, Uvina). Aromatische Sorten: Bestimmen das Bouquet mit floralen und fruchtigen Noten (z. B. Italia, Torontel, Moscatel, Albilla). In Chile werden vorwiegend aromatische Sorten wie Muscat (Moscatel) oder Pedro Jiménez verwendet. Hiesig wird Pisco meist für den Pisco Sour Cocktail / Longdrink verwendet.