In der Welt der Getränke und Mixologie werden die Begriffe oft synonym verwendet, doch es gibt feine, aber entscheidende Unterschiede in ihrer Zusammensetzung und Verwendung: Ein Sirup ist im Kern eine Zucker-Wasser-Lösung, die mit einem Aroma (z. B. Frucht, Kräuter, Gewürze) versetzt wurde. Dient primär als Süssungsmittel und Geschmacksträger. Er enthält in der Regel keine nennenswerte Säure. Beispiele: Grenadine, Vanillesirup oder klassischer Zuckersirup (Simple Syrup). Ein Cordial ist eine komplexere Variante des Sirups. Man könnte sagen: Jeder Cordial ist ein Sirup, aber nicht jeder Sirup ein Cordial. Zusammensetzung: Neben Zucker und Wasser enthält ein Cordial zusätzlich Säuren (oft Zitronen- oder Äpfelsäure), manchmal eine Prise Salz und oft auch Bitternoten. Besonderheit: Der Zuckergehalt ist oft niedriger als bei reinem Sirup, während der Fruchtsaftanteil höher sein kann (z. B. 50 % bei Monin Lime Juice Cordial). Funktion: Er ist ein "All-in-one"-Konzentrat, das Süsse und Säure gleichzeitig liefert. In Bars wird er genutzt, um Drinks Tiefe zu verleihen, ohne frischen Fruchtsaft (der den Drink trüben oder zu stark verdünnen könnte) verwenden zu müssen. Wichtige Ausnahme: Im englischsprachigen Raum (besonders USA) kann "Cordial" auch einen Likör (alkoholhaltig) bezeichnen, während es in Grossbritannien meist ein alkoholfreies Fruchtkonzentrat zum Verdünnen meint. Bekannte Marken sind Shake It, Monin, Giffard, Riemerschmid, Morand (Schweiz).